Afrika

„Durch afrikanische Türen“ betritt der Besucher die Afrika-Abteilung des Museums, und zum Türen zum Verständnis afrikanischer Kulturen sollen hier geöffnet werden.
Schautafeln und Fotos informieren über Landschaften, Kulturen und Wirtschaftsformen.
Aus Westafrika werden vier Völker vorgestellt:

Die Dogon und die Senufo in der Savanne von Mali und der Elfenbeinküste sind Ackerbauern mit hervorragender Handwerkstradition. Die Arbeiten ihrer Schnitzer und Metallgießer sind dabei auch Ausdruck religiöser Vorstellungen. Buschgeister in Form kleiner Figuren sollen Gesundheit, Ernteglück und Wohlergehen herbeiführen. Eine Dorfszene mit Fassadenpfählen eines Männerversammlungshauses, mit Webstuhl, Kochplatz und Töpfereierzeugnissen der Frauen, gibt Einblick in die häuslichen Verrichtungen und die Arbeitsteilung. Im Gebiet des heutigen Ghana enstanden einst durch Goldvorkommen Machtzentren mit hoher Prachtentfaltung. Von den Ashanti sind feinster Goldschmuck und goldplattierte Herrschaftsinsignien, goldbesetzte Kappen und seidene Gewänder ausgestellt, von den Baule Holzschnitzereien („Traumfiguren“) und Orakelarrangements. Masken und Musikinstrumente erzählen von Krisen, Übergangsfesten, Geheimnissen, Verwandlungen, Lebenskraft und Lebensfreude der Menschen.

Die der Natur angepasste Lebensweise der Nomaden spiegelt sich in Kleidung und Gerät der Massai aus Kenia und anderer viehzüchtender Stämme aus Ostafrika wider. Die Ebenholzschnitzereien, aus einem ganzen Baumstamm herausgearbeitet, wiesen die Makonde aus dem Grenzgebiet von Mosambik und Tansania als hervorragende Schnitzer aus. Moderne Plastiken, „Family trees“ (Lebensbäume), Geisterdarstellungen und christliche Motive beeindrucken durch Material und Komposition.