Brasilien

Zur Zeit der Ankunft europäischer Eroberer im Jahre 1500 lebten mehrere Millionen Angehörige indianischer Stämmer auf dem Gebiet Brasiliens, heute sind es nicht einmal mehr eine Million, die sich gegen Verdrängung und Dezimierung behaupten müssen. Alltagsgegenstände wie Jagdwaffen, Körbe, Hocker, Spielzeug und Schmuck verschiedener Indianerethnien zeigen Tradition und Kulturwandel im Amazonasgebiet, zeigen ein Leben zwischen Anpassung an die Moderne und kulturell-politischer Bestimmung des eigenen Standorts.
Das Leben der armen Landbevölkerung im Nordosten wird durch ein Wohnhaus dokumentiert:
Einige wenige Quadratmeter gestampften Lehms als Lebensraum für zehn Menschen. Landkonflikte und -vertreibung, in deren Mittelpunkt die Interessen von Großgrundbesitzern und weltweit operierenden Konzernen stehen, zwingen die Menschen vom Land in die Ballungsräume der Städte abzuwandern. Eine nachgebaute Favela, eine städtische Elendssiedlung, versetzt den Besucher in die Wirklichkeit der um ihre Hoffnungen und ihre Rechte Betrogenen.
Den Folgen der seit einem halben Jahrhundert andauernden Ausbeutung begegnen die Franziskaner vor Ort, indem sie sich für Alphabetisierung, Gesundheitsfürsorge und Landrechte einsetzen.