China

Die umfangreichste Abteilung des Museums ist die chinesische. Sie umfasst allein 3000 frühe Zahlungsmittel: Spaten-, Messer-, Schlüssel- und Rundmünzen vom 5. vorchristlichen Jahrhundert bis zur letzten Dynastie der Ch’ing (1644 – 1911). Amulette, wie Münzen zumeist aus Bronze gegossen, ergänzen diese Sammlung. Sie sollen den Träger vor Unheil bewahren und ihm ein langes Leben in Gesundheit, Glück und Wohlstand bescheren. Zahlreiche buddhistische und taoistische Statuen, Ahnenschreine und Opfergerät für die Ahnenverehrung belegen den chinesischen Volksglauben. Die Bauweise von Pagoden und Tempeln ist durch Modelle veranschaulicht. Ein Windschirm zeigt als Seidenrelief das Paradies der Unsterblichen im Reich der „Königinmutter des Westens“. In jahrhundertelang tradierter Kunstfertigkeit hergestellte Porzellan- und Cloisonnégefäße des 19. Jahrhunderts faszinieren ebenso, wie filigrane Seidenstickerei, Elfenbeinschnitzwerk oder mit Halbedelsteinen eingelegte Lackwaren.