Papua-Neuguinea / West-Irian

Ausschnitthaft wird die Vielfalt der Kulturen Neuguineas vorgestellt. Im Nordosten der zweitgrößten Insel der Erde leben die Abelam. Ein weithin sichtbares Kulthaus bildet das Zentrum ihrer Siedlungen. Der Giebel eines solchen Hauses, mit farbenprächtiger Malerei geschmückt, steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Von einer über vier Meter hohen, dreieckigen Fläche herab schauen die Ahnengesichter aus kreisrunden Augen dem Betrachter entgegen. Mit Erdfarben bemalte Skulpturen und Masken weisen über das Alltägliche hinaus in die Welt des Rituals und der Geisterwesen. Vom Hochlandvolk der Medi stammt die festliche Ausstattung eines „Big Man“, aus dem Flusstal des Sepikgebietes kommen figurenverzierte Aufhängehaken und Körperschmuck mit Muscheln, Tierzähnen und Federn. Im Südwesten war das Land der Asmat teilweise noch bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts von westlicher Zivilisation unberührt. Geschnitzte Kampschilde, Speere, Trommeln und ein Ahnenpfahl dieser ehemaligen Kopfjäger sind ausgestellt.
Die einfache Lebensweise der Bergvölker West-Irians lässt sich in ihrem nahezu vollständig präsentierten materiellen Besitz erkennen. Der seit einem halben Jahrhundert rasant fortschreitende Kulturwandel ist durch Fotografien dokumentiert.